Donnerstag, 9. November 2017

Es war einmal ein kleiner Kontoräuber aus Peru

Dieser kleine Kontoräuber aus Peru tüftelte an einen System um an das Geld fremder Menschen zu kommen. Als sein Konzept so ziemlich fertig war, eröffnete er ein Mitgliedernetzwerk im Internet. Dort bot er verschiedene Möglichkeiten feil, wie sich viel Geld verdienen liese ohne viel dafür tun zu müssen.
Natürlich mußte jeder der dort mitmachen wollte, sich vorher registrieren. Durch ein großes Tor  

konnte man das Tal der peruanischen Anden betreten. Hier einmal angekommen, begannen schon bald verlockende Angebote den persönlichen Onlinebriefkasten zu füllen. Mit nur geringen Investititionen sollten sich in der Zukunft Gewinne eines Vielfachen des Einsatzes einstellen und zusätzlich Besucher auf die eigenen Angebote eines jeden Untertanen lenken.
Mit dem ausgetüftelten System wurden vorwiegend Werbeanzeigen zum Kauf angeboten.
Es waren immer verschiedene Werbemöglichkeiten im Angebot, also für jeden Geldbeutel etwas dabei und auch um etwas Unübersichtlichkeit und Verwirrung zu schaffen. Für die Zahlung wurde der Onlinezahldienst Paypal genutzt. Wohl schon in der Vorraussicht, dass man hier Zeit und Gebühren einspart und auch nicht so leicht nachverfolgt werden kann. Die Einzahlungen der Untertanen gelangte so über den großen Teich bis nach Peru. Dort wurden sie wahrscheinlich umgehend in speziell dafür gezüchtete Sparschweine umverteilt.


Ich möchte hier nicht auf alles eingehen, vielleicht in einem späteren Blog mehr. Ein Beispiel nur: Der Oberräuber hatte nun den genialen Einfall, einen ganzen Zug zu erstellen und die einzelnen Waggons an seine Untertanen zu vermieten. Für 89,- Euro konnte jeder Untertan so einen Waggon


vom Andenexpress mieten. Dieser Waggon, eine Art fahrendes Werbeplakat sollte nun die Werbebotschaft des Mieters für tausende Twitterer, Facebookler, Linkediner und Xingisten sichtbar machen. Zusätzlich zu diesen Effekt sollte es dem dummen Untertan in Zukunft 50 x 10,- Euro einbringen. Dieses verlockende Angebot nutzten natürlich viele seiner Untertanen und die Ersten erhielten tatsächlich schon nach kurzer Zeit ihre erste Auszahlung von 10,- Euro auf den gleichen Weg, wie sie auch die Einzahlung angewiesen hatten. Es folgten fast regelmäßig Zahlungen von 10,- Euro. Die ersten Untertanen erlangten in kurzer Zeit damit die Gewinnzone, d.h., sie hatten ihren Einsatz bereits wieder zurück. Schon bald aber merkte wohl der Räuberhauptmann, dass hier wahrscheinlich die Rückzahlungen an seine Untertanen die Einnahmen übersteigen würden. Er beschloss somit dieses Projekt zu schliessen. Angebliche Wartungen und Reperaturen  an der Lok und den Waggons würden sich notwendig machen. Lange Zeit rollten keine Waggons mehr auf den Gleisen durch das Tal der peruanischen Anden. Während dieser Ruhephase hatte der Räuberhauptmann eine geniale Idee. Bei einen Spaziergang am Río Urubamba, sah er etwas golden glitzern. Da kam ihm die Idee, die Rückzahlungen, bzw. Vergütungen an seine Untertanen nicht mehr in Euro oder Dollar, sondern in

Gold aufzuwiegen.
Das macht doch vielmehr her und die Gier spornt an, dachte der Oberräuber. Gedacht, getan, natürlich mußte jetzt auch der Preis für das Ticket erhöht werden.
Die Angebote an die Untertanen wurden gestreut, jetzt konnte jeder für sein Geschäft Werbung auf Tausenden von Kilometern bei der Fahrt des Andenexpresses durch die Timelinecanyons machen. Dieses Gold-Ticket gibt es natürlich nun nicht mehr für 89,- Euro, Prinz Goldrausch verlangt hierfür nun über das Doppelte, es werden 199,- Euro fällig. Nach Ankunft am Zielbahnhof oder auch auf einer frühreren Station kann jeder die Fahrt beenden. Dann bekommt er eine Treueprämie in purem Gold. Dies geschieht natürlich nur, wenn der Zug auch wirklich vom Bahnhof abfährt und die gewünschte Strecke nicht verlässt. Sollten in den Weiten der Anden Wegelagerer eine Weiche falsch stellen und den Zug
auf ein Abstellgleis umleiten um ihn zu plündern, tja dann waren alle Mühen umsonst. Ticketerwerb und Mitfahrt erfolgen auf eigene Gefahr, es erfolgt keine Rückerstattung des Fahrpreises bei unverhofft auftretenden Ereignissen.






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